Samstag, 31. Oktober 2015

Onlinekurse, MOOCs und Badges - Lernen mit neuen Medien - Gratis Online Lernen -

Seitdem ich diesen Blog angelegt habe, dreht sich nahezu mein kompletter Tag um die Themen Bildung und Lernen. Immer häufiger stoße ich dabei auf für mich neue Begriffe wie OER, MOOC, Big Data und habe das Gefühl, in den letzten Jahren in einer völlig abgeschotteten Welt gelebt zu haben...denn all diese Begriffe sind bislang an mir vorbei gezogen...

Nun habe ich mich - u.a. geschuldet der Tatsache, dass ich nach wie vor auf der Suche nach Blogs, Vlogs und informativen Quellen rund um das Thema Bildungswissenschaft bin - auf für mich völlig neues Terrain begeben - weg von traditionellen Büchern - hin zu Internetangeboten.

Dabei bin ich auf Begriffe wie MOOC und OER gestoßen und versuche nun, mehr darüber zu lernen.

Was weiß ich bisher?

Das Akronym MOOC steht für massive open online courses und bezeichnet Bildungsangebote in unterschiedlicher Ausführung (von einer Art Onlinevorlesung bis zur interaktiven Einbeziehung der Rezipienten). Entscheidend dabei ist, dass es für eine "massive", also große Teilnehmerzahl konzipiert ist, "offen" ist, also jedem zugänglich ist, "online" stattfindet, d.h. über eine Plattform im Internet und Kurs-Charakter hat, d.h. aus verschiedenen Einheiten besteht. Soweit ich weiß, sind diese Kurse auch kostenlos.

OER steht für open edcuation ressources und bezeichnet frei zugängliche Lehr-/Unterrichtsmaterialien. Damit habe ich mich aber noch gar nicht so intensiv beschäftigt.

Aber:

Ich habe - nachdem ich irgendwie gar nicht mehr loskomme von den Recherchen im Internet und jetzt entdeckt habe, dass es doch sehr vielfältige und interessante Angebote im weltweiten Netz gibt- mich zu meinen ersten Onlinekursen angemeldet und bereits erste Einheiten bearbeitet.

Mein erster Kurs, den ich belegt habe, nennt sich "Gratis Online Lernen" und behandelt u.a. das Lernen im Web und wie man im Internet (kostenlose) Angebote sucht und findet. Insgesamt besteht der Kurs aus acht Lerneinheiten, zu denen es jeweils ein kleines Einführungsvideo gibt. Begleitend zu den Kurseinheiten existiert ein Arbeitsheft, dass man sich kostenlos ausdrucken kann und ein Forum, dass einen Austausch zwischen den Kursteilnehmern ermöglicht. Abgeschlossen wird jede Einheit mit einem Quiz. Nach erfolgreichem Abschluss aller Tests kann man sich eine Teilnahmebestätigung ausstellen lassen. Zur Motivation erhält man nach bestimmten erfolgreich abgeschlossenen Zwischenetappen sogenannte Badges...Mein erstes Badge habe ich heute erhalten und freue mich, es euch zeigen zu können:


Freitag, 30. Oktober 2015

Hannah Arendt - Die Krise der Erziehung

In Bezug auf die Hinwendung zum Grundbegriff Erziehung im Modul 1 A (Kurs: Erziehung, Bildung, Sozialisation) wird Hannah Arendt erwähnt und ihre Einstellung zur Erziehung. Die im Studienbrief angesprochene Rede findet ihr als Audio-Aufnahme in dieser Videoreihe:



Donnerstag, 29. Oktober 2015

Postulat der Wertneutralität - Werturteilsfreiheit

Im Zuge des Begründungszusammenhangs von Forschungsprozessen taucht hin und wieder der Begriff der Wertneutralität auf, der in der Wissenschaft oft kontrovers diskutiert wird.

Was bedeutet dieses Postulat und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

In Anlehnung an Schnell, Hill, Esser habe ich die wichtigsten Inhalte darüber zusammengetragen.


Werturteilsstreit

Welchen Einfluss haben Werte (persönliche Meinungen, politische Anschauungen, ideologische Ziele) auf die wissenschaftliche Arbeit?“

Max Weber

  • jede wissenschaftliche Erklärung und Beschreibung von sozialen Tatbeständen ist wertend in der Hinsicht, dass sie aus einer unüberschaubaren Menge von möglichen Forschungsfragen bestimmte Aspekte aussucht → Wertung bei der Auswahl der Fragestellung
  • wissenschaftliche Aussagen über die Realität dürfen nicht durch die Wunschvorstellungen des Wissenschaftlers beeinflusst werden → objektive Beschreibung und Erklärung von Tatsachen
  • die Ergebnisse der Wissenschaft werden z.B. in der Politik oder Wirtschaft verwendet, d.h. Verwertet; aber die Resultate geben keinen Hinweis darauf, wie das Wissen verwertet werden soll (Wissenschaftler hat keinen Einfluss auf die Verwirklichung von Zielvorstellungen)
  • Wertungen können Gegenstand wissenschaftlicher Arbeit sein (Werthaltungen beschreiben und erklären, wertende Aussagen hinsichtlich ihrer logischen Konsistenz prüfen...)


→ der Werturteilsstreit bezieht sich darauf, dass wissenschaftliche Aussagen über die Realität nicht
    durch subjektive Werthaltungen beeinflusst werden sollen (Postulat der Wertfreiheit im
    Begründungszusammenhang)


→ unbestritten ist der wertende Charakter des Entdeckungszusammenhangs (Auswahl der
     Forschungsfragen) und des Verwertungszusammenhangs (Verwertung von wissenschaftlichen
     Ergebnissen)


Behauptung:

  • der Wissenschaftler als Mitglied der Gesellschaft ist selbst Teil des Untersuchungsgegenstandes
  • wertfreie Beschreibung von sozialen Tatsachen ist nicht möglich, da der Wissenschaftler die Wertvorstellungen der Gesellschaft teilt und bereits die Wahl der Begriffe Wertungen enthält
  • es gibt keinen Unterschied zwischen nur beschreibenden und wertenden Aussagen
absolutes Wahrheitskriterium
  • Wahrheit der Aussage betrifft den Grad der Übereinstimmung mit der Realität und bezieht sich zugleich auf wertende Vorstellungen
  • Folge: Suche nach Kriterien, nach denen Aussagen im wertenden Sinn wahr oder falsch sind (pragmatisches Wahrheitskriterium)

Popper (Kritischer Rationalismus)

  • Wertungen oder Wunschvorstellungen von Wissenschaftlern dürfen nicht die Beschreibung und Erklärung von Tatsachen (den Prozess der Datenerhebung) beeinflussen
  • die alleinige Prüfinstanz von Theorien ist die Erhebung der faktischen Realität

1. Problem:

  • Wertungen können nicht verboten oder zerstört werden
  • Wertfreiheit ist kein individuelles Merkmal von Personen, sondern ein Postulat, das nur im sozialen Kontext des Wissenschaftsbetriebs realisierbar wird (Kritik und Gegenkritik, freie Diskussion, Toleranz)
Adorno, Habermas (Frankfurter Schule)
  • Theorien müssen nicht nur im Hinblick auf ihre Übereinstimmung mit der Realität überprüft werden, sondern auch im Hinblick auf übergeordnete Kriterien

                                                             2. Problem:
 
  • die Geltung der Theorie muss begründet werden
  • normative Begründungen sind jedoch objektiv nicht begründbar
  • deshalb: Wertsetzung, die nicht logisch zwingend ist
→ verschiedene Vorlieben für bestimmte Forschungsmethoden:

  • analytisch-nomologische Position: quantitative Verfahren
  • hermeneutisch-dialektische Position: qualitative Verfahren




Ablauf einer empirischen Sozialforschung - der Forschungsprozess

In Anlehnung an das Buch "Methoden der empirischen Sozialforschung" von Schnell, Hill und Esser habe ich euch hier den idealtypischen Ablauf des Forschungsprozesses einer empirischen Sozialforschung zusammengefasst.





Der Forschungsprozess
1. Wahl des Forschungsproblems
  • Formulierung des Forschungsproblems (eigene Initiative? Auftragsforschung?)
  • Festlegung des Untersuchungsgegenstandes

    Auftragsforschung:
  • Thema/Problem durch Auftragsgeber vorgegeben
  • engere Definition des Forschungsgegenstandes
  • z.T. Ausweitung des Problems erforderlich
eigener Forschungsantrieb:
  • größerer Spielraum bei der Definition des Untersuchungsgegenstandes
  • Betroffenheit durch soziale Probleme (z.B. Armut) oder Forschungstradition (zB sozialer Wandel)
2. Theoriebildung
  • entweder sind bereits Theorien vorhanden
  • oder neue Theorie entwickeln (z.B. über Computersimulationen)
  • Übertragung von Theorien verwandter Gegenstandsbereiche
  • Literaturanalyse (Fachliteratur, Zeitschriftenaufsätze)

                                                                 3. Konzeptspezifikation
  • die meisten Theorien sind ungenau formuliert und beziehen sich auf nicht exakt definierte Begriffe
  • Konzeptspezifikation: Klärung der Begriffe
  • Operationalisierung: den theoretischen Begriffen und Konstrukten müssen beobachtbare Sachverhalte (Indikatoren) zugeordnet werden, damit Messungen möglich werden
  • Konstruktion der Messinstrumente (Fragebögen, Beobachtungskategorien)
  • Voruntersuchungen (Pretests) zur Prüfung der Validität und Reliabilität der Messungen

                                                                4.  Forschungsdesign
  • Untersuchungsform
  • Einmal- oder Mehrfacherhebung?
  • Gleiche Untersuchungseinheit oder verschiedene Personengruppen?
  • Laborexperiment oder Befragung?
                                                            5. Auswahl der Untersuchungsobjekte

  • Gesamterhebung oder Stichprobe?
  • Exakte Definition des Gegenstandsbereichs
  • Erstellung von Listen der Elemente des Gegenstandsbereichs
  • Auswahl der tatsächlich zu untersuchenden Elemente
  • oft Kooperationen mit Behörden
  • Datenschutzbestimmungen beachten
                                                               6. Datenerhebung

  • verschiedene Methoden, z.B. Interviews, Beobachtungen, Inhaltsanalysen...
  • Arbeiten (z.B. Entwicklung von Fragebögen) oft an andere Institutionen übertragen
                                                               7. Datenerfassung
  • Datensammlung strukturieren
  • Daten werden in eine Datei übertragen („codiert“)
  • umfangreiche Datenbereinigung (Fehler suchen und bereinigen)
                                                             8. Datenanalyse

  • Einsatz statistischer Methoden unter Verwendung von Computern (Datenanalysesysteme)
  • oft Revision der ursprünglichen Theorie aufgrund der Datenanalyse
  • Rückkopplung zwischen Theorie und empirischen Resultaten
                                                             9. Publikation
  • Endbericht für den Geldgeber der Studie
  • Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen








Schlüsselqualifikationen für lebenslanges Lernen

Wie kann Mathematikunterricht dazu beitragen, dass Schüler Schlüsselqualifikationen erwerben, die für eine erfolgreiche Teilhabe in der globalisierten Wissensgesellschaft grundlegend sind?
 
 
 
Informationen über das Uni-Projekt zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts der Universität Bayreuth findet ihr hier
 
 

Mittwoch, 21. Oktober 2015

neue Zusammenfassungen zu Modul 1 A online

Hallo,

in den Zusammenfassungen findet ihr jetzt eine lange und eine Kurzzusammenfassung zu Kapitel 1 aus dem Studienbrief "Erziehung, Bildung, Sozialisation" von Modul 1 A.

Viel Spaß damit,

lg

Montag, 19. Oktober 2015

Auguste Comte: Drei-Stadien-Gesetz (Modul 1 D, ESF Kurseinheit 1)

Der französische Mathematiker, Philosoph und Religionskritiker Auguste Comte entwickelte das Drei-Stadien-Gesetz, das auch als Gesetz der Geistesentwicklung bezeichnet wird.

Demnach durchläuft sowohl der Mensch (=die Zivilisation und die individuellen Erkenntnisfähigkeiten) als auch die Wissenschaft drei Entwicklungsstadien, die man mit den menschlichen Reifungsprozessen vergleichen kann.

Im theoretisch - fiktiven Stadium findet eine Art Vorbereitung auf die folgenden Stadien statt. Es entspricht einer naiven Vorstellung von der Welt. Ereignisse und Phänomene der Realität, die (noch) nicht erklärt werden können, werden willensbegabten Wesen zugeschrieben. Geister und Götter bewirken Naturvorgänge und Priestern und Theologen wird eine besondere Machtstellung zugesprochen. Man bezeichnet dieses Stadium auch als das Stadium der Priester- und Kriegsherrschaft. Auf die menschlichen Reifungsprozesse bezogen, spiegelt dieses Stadium das Kindesalter des Menschen wider.

Das metaphysisch - abstrakte Stadium ist eine Art Zwischenstadium auf dem Weg zur absoluten Erkenntnis. Der heranreifende Mensch (nun im pubertären Alter) erkennt, dass nicht Geister und Götter für Naturerscheinungen oder alltägliche Phänomene verantwortlich sind, kennt aber auch noch nicht die wahren Ursachen. Er schwankt zwischen dem was er glauben soll und kann sich viele Phänomene noch nicht erklären. Anstelle der übernatürlichen Kräfte (Geister, Götter) treten nun abstrakte Begriffe, z.B. Substanz oder Äther.

Das dritte Stadium, das positive oder wissenschaftliche Stadium, stellt den Optimalzustand menschlicher Erkenntnis dar. Auch wenn der Mensch jetzt erkannt hat, dass es die "absolute Erkenntnis" nicht gibt, versucht er nun, mithilfe seiner Vernunft und gezielten Beobachtungen, die Welt zu erklären, Zusammenhänge aufzudecken und Gesetzmäßigkeiten zu entdecken. Zu Bedenken ist aber, dass immer nur ein Ausschnitt der Realität mit unseren Sinnesorganen wahrnehmbar ist. Dieses Manko soll ausgeglichen werden, in dem der Mensch durch Einsatz seiner Vernunft lernt, wie Dinge und Sachverhalte zusammenwirken und wie sich Geschehnisse in bestimmten Konstellationen entwickeln werden. Dieses letzte Stadium wird auch als "männlicher Geisteszustand" bezeichnet.

Auf die Wissenschaften übertragen, bedeuten diese drei Stadien, dass auch Wissenschaften sich immer weiter konkretisieren lassen und immer spezifischere Teilbereiche beleuchtet werden können. Dabei bilden die jeweils spezielleren Aspekte Teilbereiche der übergeordneten Wissenschaften, sodass sich einzelne Wissenschaften auch in eine Rangfolge bringen lassen - je nachdem wie weitreichend der Untersuchungsgegenstand gefasst wird.

Auch bei Gesellschaftsordnungen (Zivilisationen) lässt sich eine Dreistufigkeit erkennen. Die erste Stufe (das theologisch-fiktive Stadium) umfasst den Feudalismus (strikte Trennung in übergeordnete Befehlsinhaber (zB Adel) und rechtslosen dritten Stand (zB Leibeigene)), die zweite Stufe (metaphysisch-abstraktes Stadium) entspricht dem Zeitalter der Revolution (aufmüpfig, pubertär) und das dritte Stadium - das wissenschaftliche Stadium - bezeichnet eine neue Gesellschaftsordnung der Zukunft.




Vorstellung

Sonntag, 18. Oktober 2015

Empirische Sozialforschung - Kurseinheit 1: Überblick

Die erste Kurseinheit des Moduls Empirische Sozialforschung von Helmut Kromrey behandelt auf 189 Seiten die Themen empirische Theorie, Forschungsprozess und Operationalisierung.



Der Kurs gibt einen Überblick über die Forschungsschritte in der quantitativen Sozialforschung und welche methodischen Probleme dabei auftreten können. Nach einigen methodologischen Klärungen geht es z.B. darum, wie man von einer Forschungsfrage zu einem Kategoriensystem für eine Beobachtung / Inhaltsanalyse oder zu einem Fragebogen kommt, um Auswahlverfahren und um Grundzüge des Messens und der deskriptiven Statistik.

Ich habe diese Kurseinheit komplett zusammengefasst und werde die einzelnen Kapitel nun nach und nach noch einmal genauer beleuchten und für eine optimale Klausurvorbereitung aufarbeiten. Dazu werde ich Mindmaps erstellen und Karteikarten, die die wichtigsten Inhalte noch einmal grafisch und kompakt verdeutlichen.


Meine Zusammenfassung der Kurseinheit 1 ist hier zu finden.


Modul 1 D - Empirische Bildungsforschung - quantitative Methoden

Das Modul 1 D - Empirische Bildungsforschung - quantitative Methoden - umfasst die folgenden Einzelmodule:

Kurs 03239 - Beschreibende und schließende Statistik
Kurs 33208 - Einführung in SPSS
Kurs 03607 - Empirische Sozialforschung
Kurs 33210 - wissenschaftstheoretische Grundlagen
Kurs 33088 - Reader Modul 1 D

optional: SPSS - Lizenz

Das Modul schließt mit einer vierstündigen Klausur im Multiple Choice - Stil ab.


Der Kurs 03607 Empirische Sozialforschung besteht aus zwei Kurseinheiten, die ich auch als erstes bearbeiten werde.

Der Kurs 33208 - Einführung in SPSS ist nicht klausurrelevant.


Sonntag, 11. Oktober 2015

Gehirn&Geist 11/2015 - Was ist neu am neuen Look?

Gestern habe ich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Gehirn&Geist erhalten - jetzt im neuen Design. Nicht mehr im gewohnten rot, sondern dieses Mal in sanften blau-grau-Tönen erschien die Zeitschrift.


Untertitelt war die Zeitschrift bisher mit dem Zusatz "Das Magazin für Psychologie und Hirnforschung" - im neuen Look umfasst es laut Titelseite die Aspekte Psychologie, Hirnforschung und Medizin.

Schlägt man die erste Seite auf, so sind die Experten (und neu explizit erwähnt auch die Expertinnen) nicht mehr im gezeichneten Stil abgebildet sondern als gewöhnliches Foto.

Beim Durchblättern des Magazins hat sich nichts Grundlegendes geändert. Alles ist im gewohnten Stil aufgebaut.

Neben des Titelthemas der Selbstkontrolle, spielt in dieser Ausgabe auch das aktuelle Thema der Flüchtlinge eine große Rolle - hier unter dem Stichwort: "Das Trauma nach der Flucht".

Alles in allem wieder eine sehr gelungene Ausgabe der Magazinreihe, die für einige entspannende Lesezeit sorgt.

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Allgemeine Informationen zur Zeitschrift:

Die Zeitschrift Gehirn und Geist erscheint monatlich im Verlag Spektrum der Wissenschaft und bietet kurzweilige Informationen aus den Bereichen Psychologie, Hirnforschung, Medizin und Pädagogik auf ca. 90 Seiten. Das Einzelheft kostet 7,90 €, das Jahresabo 85,20 € (ermäßigt 68,40 €).

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Modul 1 A - Kurseinheit 33040 - Erziehung - Bildung - Sozialisation

Die Kurseinheit "Erziehung - Bildung - Sozialisation" gliedert sich in elf Kapitel.

Zuerst werden grundlegende Erklärungen zu bildungswissenschaftlich relevanten Grundbegriffen gegeben und definiert, was zum Beispiel unter wissenschaftlichem Wissen oder einer Theorie zu verstehen ist.

Anschließend widmet sich die Kurseinheit dem Grundbegriff der Erziehung und verweist auf verschiedene Erziehungsmetaphoriken und Bestimmungen des Erziehungsbegriffs.

In Kapitel 3 dreht sich alles um Jean-Jacques Rousseau und seiner These zum Naturzustand des Menschen und der natürlichen Erziehung. Begriffe wie Naturrecht und Naturzustand werden erläutert ebenso die Phasen der Erziehung und ihre Aufgaben.

Immanuel Kant, ein weiterer wichtiger Vertreter hinsichtlich des Erziehungsaspektes ist Bestandteil des vierten Kapitels. Hier dreht sich alles um die Erziehung über die Generationen sowie um Begriffe wie Disziplinierung, Kultivierung und Zivilisierung.

Das fünfte Kapitel wendet sich dem Grundbegriff Bildung zu. Es werden verschiedene Bestimmungen von Bildung angeführt sowie auf den Bildungs- und Kompetenzbegriff eingegangen.

Als Vertreter werden in Kapitel sechs bis acht Platon mit seiner Bildung als Transformation, Wilhelm von Humboldt mit der Ansicht der Bildung als wahrer Zweck und Theodor W. Adorno mit der Dialektik der Bildung vorgestellt.

Die letzten Kapitel dieser Kurseinheit befassen sich mit dem Grundbegriff Sozialisation, deren Bestimmungen, Phasen und Instanzen sowie rollentheoretischen Ansätzen.

Als Begründer des Sozialisationsbegriffs wird Émile Durkheim im Zusammenhang mit Vergesellschaftung und sozialer Bindung, Arbeitsteilung und Moral, Anomie und innerer Ökonomie u.v.m. in Kapitel zehn besprochen.

Den Abschluss der Kurseinheit bildet Pierre Bourdieu. In diesem Kapitel geht es um Sozialisation und Habitus, sozialer Raum, Kapitalformen sowie Geschmack und Lebensstil.

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In den folgenden Beiträgen werde ich mich den einzelnen Kapiteln zuwenden, ohne jedoch eine detaillierte Zusammenfassung der Inhalte oder umfangreiches Zitieren der Studienbriefe vorzunehmen. Vielmehr geht es darum, einzelne Aspekte näher zu beleuchten, weitere Informationen anzuführen oder interessante Verweise zu anderen Internetseiten anzufügen. Meine eigenen Mindmaps, die als letzte Stufe zur Klausurvorbereitung dienen können, werde ich zur Verfügung stellen. Sie sind hilfreich, um in sehr komprimierter Form den gesamten prüfungsrelevanten Lehrstoff auf wenigen Seiten griffbereit zu haben. Sie haben mir gute Dienste bei der Vorbereitung auf meine Klausur geleistet, sind aber selbstverständlich keine Wunderwaffe. Wie immer bei selbstverfassten Zusammenfassungen oder Mindmaps nützen sie zumeist dem eigentlichen Verfasser am meisten. Welchen Nutzen ihr daraus ziehen könnt, müsst ihr selbst entscheiden.

Modul 1 A - Einführung in die Bildungswissenschaft

Das erste Modul, dass ich in meinem Studium belegt habe, war das Modul 1 A - Einführung in die Bildungswissenschaft.

Es umfasst die folgenden Studienbriefe (Stand 2012)

- Studienbrief 33040: Bildung - Erziehung - Sozialisation
- Studienbrief 33045: Entwicklung und Kommunikation als Grundbegriffe der Bildungswissenschaft
- Studienbrief 33047: Arbeits- und Berufsfelder für BildungswissenschaftlerInnen
- Studienbrief 33048: wissenschaftliches Arbeiten im Netz


Abgeschlossen wird das Modul am Ende mit einer 240 minütigen Klausur. In dieser Klausur, müssen Fragen unterschiedlich komplex beantwortet werden. Es gibt Fragen, in denen nur kurze Definitionen angegeben werden müssen, Fragen, die etwas ausführlicher beantwortet werden müssen sowie komplexe Fragestellungen, die tiefgründige Antworten erfordern.

      Inhalte des Moduls 1 A:

- bildungswissenschaftliche Grundkenntnisse
- unterschiedliche wissenschaftstheoretische Zugänge
- strukturgenetische und lebenslauforientierte Entwicklungsansätze
- klassische Kommunikationstheorien
- hermeneutische und empirisch-analytische Zugänge zur Eziehungswissenschaft
- u.v.m.

Auf detaillierte Beschreibungen werden ich in den einzelnen Kurseinheiten eingehen.


Herzlich Willkommen

Nun ist es soweit, mein Blog rund um mein Studium an der FernUniversität in Hagen geht online.

Wer bin ich?

Ich studiere seit WS 2014/15 an der Fernuni Hagen Bildungswissenschaften und habe bereits Modul 1 A und 1 B erfolgreich abgeschlossen. Modul 1 C habe ich im September 2015 geschrieben und warte nun auf mein Prüfungsergebnis. In diesem Semester habe ich Modul 1 D und 2 B belegt.

Was bedeuten die Module?

Das  Studium gliedert sich in verschiedene Studienphasen, die wiederum aus einzelnen Modulen bestehen.

Die erste Studienphase (Kernstudium 1) besteht aus folgenden Modulen:

Modul 1 A : Einführung in die Bildungswissenschaft
Modul 1 B:  Bildung und Gesellschaft
Modul 1 C:  Bildung, Arbeit und Beruf
Modul 1 D:  Empirische Bildungsforschung - Quantitative Methoden

Die zweite Studienphase (Kernstudium 2) umfasst folgende Module:

Modul 2 A: Empirische Bildungsforschung - Qualitative Methoden
Modul 2 B: Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik
Modul 2 C: Sozialpsychologie oder Entwicklungspsychologie (Wahlpflichtmodul)
Modul 2 D: Sozialstruktur und soziale Ungleichheit moderner Gesellschaften

Die dritte Studienphase (Profilstudium) dient der Vertiefung und Spezialisierung:

Modul 3 B ist Pflicht, dazu müssen zwei Wahlpflichtmodule belegt werden

Modul 3 A: Mediale Bildung und Medienkommunikation
Modul 3 B: Praxis der Mediendidaktik
Modul 3 C: Heterogenität und Schule
Modul 3 D: Betriebliches Lernen und berufliche Kompetenzentwicklung
Modul 3 E: Soziale Konstruktion von Differenz


Was hat mich dazu bewegt, einen Blog zu erstellen?

Beim Durchstöbern des Internets nach Erfahrungsberichten und Blogs rund um das Fernstudium ist mir aufgefallen, dass es kaum Blogs zum Studium der Bildungswissenschaften gibt. Das finde ich sehr schade, da es ein sehr interessanter Bildungsgang ist auch wenn die Studiengangsbezeichnung noch nicht so etabliert ist und oft die Frage beantwotet werden muss: "Und was ist man dann, wenn man fertig ist?" ... oder "Und was kann man dann so machen?"... Ich möchte euch gern mitnehmen auf meinem Weg zur Bachelorarbeit, euch an meinen Höhen und Tiefen teilhaben lassen...gegebenfalls Mut machen und motivieren und (hoffentlich) auf Gleichgesinnte treffen, um sich über das Studium auszutauschen und vielleicht interessante Gespräche über die Studienbriefe hinaus entstehen zu lassen.

Was erwartet euch auf meinem Blog?

Neben Erfahrungsberichten zum Studium und den einzelnen Modulen, möchte ich euch auf aktuelle bildungspolitische Diskussionen aufmerksam machen, Bücher vorstellen, die ich mir im Laufe des Studiums gekauft habe, auf interessante Seiten oder Studien verweisen, euch die einzelnen Module vorstellen und meine Zusammenfassungen und Klausurvorbereitungen mit euch teilen. Dies wird nach und nach geschehen, da ich die ersten Module noch nicht in digitalisierter Form gespeichert habe und erst nach und nach aufarbeiten werde.